Wofür steht eigentlich AUTOSAR und welche Jobmöglichkeiten gibt es in diesem Bereich? Wir haben nachgefragt.

Bei unseren Automotive-Kunden längst als Standard etabliert, gewinnt AUTOSAR in anderen Branchen zunehmend an Bedeutung ‒  so z. B. in der Landtechnik. Aber wofür steht eigentlich AUTOSAR, was kann man damit tun und welche Jobmöglichkeiten gibt es in diesem Bereich? Um genau das herauszufinden, haben wir uns mit Patrick (Team Manager AUTOSAR) getroffen, aber lesen Sie doch einfach selbst.

Patrick, kannst Du bitte kurz erklären, worum es bei AUTOSAR geht?

AUTOSAR (AUTomotive Open System Architecture) ist eine weltweite Entwicklungspartnerschaft. Seit 2003 arbeitet ein Konsortium aus OEMs, Tier-1s und Zulieferern aus der Automotive-, Elektronik-, Halbleiter- und Software-Industrie an der Entwicklung und Einführung einer offenen und standardisierten Software-Architektur. Ziel von AUTOSAR ist es, den Austausch und die Wiederverwendbarkeit von Software und Hardware zu vereinfachen, um die wachsende Komplexität an Elektrik und Elektronik in Fahrzeugen beherrschbar zu machen.

Früher gab es eine Vielzahl an Standards, die bei der Softwareentwicklung berücksichtigt werden mussten, z. B. OSEK & ISO ‒ heute bringt AUTOSAR alles „unter einen Hut“. Da die Applikationssoftware unabhängig von der Hardware designt werden kann, lassen sich Fehler in der Entwicklung frühzeitig erkennen und beheben. Dies bringt große wirtschaftliche Vorteile mit sich, denn je später Fehler aufgedeckt werden, desto kostenintensiver ist deren Behebung. Zudem führt die Wiederverwendbarkeit von Software-Lösungen zu einer Steigerung der Qualität, indem man das Rad nicht immer wieder neu erfinden muss und schon während der Entwicklung viel Zeit eingespart werden kann.

Wie können wir uns das AUTOSAR-Team vorstellen?

In Rülzheim gibt es ein eigenes Fachteam mit aktuell 10 MitarbeiterInnen. Aber auch an den anderen Standorten gibt es die Möglichkeit im Bereich AUTOSAR mitzuarbeiten. Außerdem gibt es ein eigenes Fachreferat zum Thema AUTOSAR, welches zum Ziel hat die Entwicklung des Themas voranzutreiben. In Summe sind bei ITK deutschlandweit ca. 40 Mitarbeiter mit Classic AUTOSAR beschäftigt. Im Bereich der AUTOSAR Adaptive Plattform sind es bereits 20. Beide Bereiche werden auch in Zukunft weiterwachsen. So ist die Adaptive Plattform, z.B. ein wichtiger Wegbereiter, um das Automatisierte Fahren und Connected Services zu realisieren.

Welche Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten gibt es im AUTOSAR-Umfeld bei ITK?

AUTOSAR bietet spannende Themen auf allen Ebenen. So beschäftigen wir uns in unseren Projekten mit nahezu allem, was die Softwareentwicklung zu bieten hat: von Architekturberatung über Applikationsentwicklung ‒ modellbasiert und Handcode ‒ bis hin zu tiefsten Embedded-Herausforderungen.

Für erfahrene Embedded-Entwickler ermöglicht Classic AUTOSAR eine spannende Möglichkeit, Zusatzwissen aufzubauen, das brandaktuell ist und an vielen Stellen gebraucht wird. Software Ingenieure haben mit Adaptive AUTOSAR die Chance, sich in einem zukunftsweisenden Ansatz weiterzuentwickeln.

Natürlich werden alle neuen AUTOSAR-KollegInnen bzw. AUTOSAR-Neulinge von uns an die Hand genommen und intensiv in das Thema eingearbeitet. Dazu haben wir ein kleines Mentorenprogramm aufgesetzt und bieten eine interne Schulung, sowie eine AUTOSAR-Schulungsplattform an, um die Theorie auch gleich in der Praxis anwenden zu können.

 

Vielen Dank Patrick für das Gespräch!

Sie interessieren sich für AUTOSAR und würden sich gerne bei uns bewerben? Dann besuchen Sie doch gleich mal unsere Stellenbörse!

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Saskia Hoffmann