ITK in der Formel E.

Jede Sekunde zählt – im Rennen und in der Entwicklung.

Wie auch in der Automobilbranche insgesamt gewinnen neue Antriebskonzepte wie die Elektromobilität immer mehr an Bedeutung und die Energieeffizienz spielt eine große Rolle. Denn es geht nicht mehr nur darum am schnellsten zu fahren, sondern vor allem, mit so wenig Energie wie möglich als Erster ins Ziel zu kommen.

Und damit sind nicht immer laute Motorengeräusche und Benzingeruch an der Rennstrecke zu finden! In der Rennserie Formel E treten rein elektrisch betriebene Boliden gegeneinander an und kämpfen um den Sieg. Immer mit dabei: Jede Menge Spannung, Action und innovativste Technologien!

Und auch ITK! Als langjähriger Technologiepartner von Audi Sport unterstützen wir seit 2016 das Team Audi Sport ABT Schaeffler und wirken bei der Softwareentwicklung für die Fahrzeuge des Formel E-Champions (Saison 2016/17) Lucas di Grassi und dessen Kollegen Daniel Abt mit. Dies umfasst unter anderem die Steuerung des Antriebsstrangs inklusive Energiestrategie und Cockpitanzeige als Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Visualisierung der Energiewerte. In dieser Saison sind wir zudem sehr tief in die Simulation und Bewertung von Fahrzeugkonzepten involviert. Im Bereich Fahrdynamikfunktionen optimieren wir die Leistungs- und Momentenregler.

Bei der Zusammenarbeit mit Audi Sport decken wir den gesamten Software-Entwicklungszyklus ab – von der Anforderungsanalyse, über die Entwicklung, bis hin zur Absicherung und Integration ins Fahrzeug.

Mit intelligenter Software zum Sieg.

In der rein elektrischen Rennserie Formel E beweisen die Automobilhersteller eindrucksvoll, dass Motorsport nicht immer mit lauten Motorengeräuschen und Benzingeruch verbunden ist. Für den Erfolg in der Elektrorennserie ist vor allem die im Rennwagen integrierte Software mitentscheidend. Denn während Änderungen an der Hardware des homologierten Fahrzeugs nur sehr eingeschränkt möglich sind, eröffnen sich für die Teams bei der Software auch während der Saison vielfältige Optimierungsmöglichkeiten.

Zur Referenz-Story

Hochpräzise Simulationen für das erfolgreiche Rennen.

In der Formel E finden Rennen in den Metropolen der Welt statt. Seit dem Debüt der Serie in 2014 kommen jährlich neue Rennstrecken hinzu, bei denen nicht auf Erfahrungen der letzten Jahre zurückgegriffen werden können.
Was sind die besonderen Herausforderungen der ja bisher unbekannten Rennstrecken? Ohne reale Fahrzeugtests muss die gesamte Event-Vorbereitung virtuell stattfinden. Dabei müssen die zu optimierenden Fahrzeugdaten in eine präzise Simulationsumgebung übertragen werden, damit sowohl Fahrzeugabstimmungen als auch das Training des Fahrers noch vor Ankunft an der Rennstrecke stattfinden können. So ist es möglich, dass innerhalb kürzester Zeit und ohne reale Erfahrungswerte von der Rennstrecke Anforderungen umgesetzt werden, die gleichzeitig höchsten Ansprüchen an Qualität, Nachvollziehbarkeit, Testabdeckung und Dokumentation genügen.

Herausforderung der Energieverteilung.

Energieeffizienz ist die Zukunft – und der Schlüssel zum Erfolg in der rein elektrischen Rennserie Formel E!
In der Formel E hat jeder Fahrer ein festes „Energiebudget“ zur Verfügung. Der Clou ist, dass die Energie für die zu fahrende Renndistanz stets zu knapp bemessen ist. Gewinnen kann nur, wer sich die Akkuladung effizient über das gesamte Rennen einteilt. Was so einfach klingt, ist in einer Welt, in der Sekundenbruchteile über Sieg und Niederlage entscheiden, hochgradig komplex: Wie sieht die rundenzeitoptimale Energieverteilung aus? Wo lässt sich sparen, ohne gleich überholt zu werden? Wie verhält sich die Batterietemperatur bei der Rekuperation? Jede Rennstrecke hat dabei ihre eigene Charakteristik und in jedem Rennen kann sich jederzeit etwas ändern. Möglicher einsetzender Regen, Safety Car-Phasen oder der Zweikampf mit Rivalen erfordern eine permanente Adaption der Renntaktik.

Hinzu kommt der menschliche Faktor: Das Rennauto muss für den Rennfahrer beherrschbar sein, damit er das technische Potential ausreizen kann. Für den Erfolg müssen alle Faktoren stimmen. Diese Herausforderung treibt uns an!

Wenn jede Sekunde zählt.

Nur Sekundenbruchteile entscheiden auf der Rennstrecke über Sieg und Niederlage. Doch nicht nur auf dem Asphalt, auch in der technischen Entwicklung der Rennfahrzeuge ist der Faktor Zeit von enormer Bedeutung. Speziell bei der Software eröffnen sich für die Teams vielfältige Optimierungsmöglichkeiten während der laufenden Saison. Der Haken daran: Es bleibt kaum Zeit, um diese Gelegenheit zu nutzen.

In der Formel E liegt zwischen zwei Rennen oftmals nur ein einziges Wochenende. In diesem kurzen Zeitraum müssen die Teams das vergangene Rennen bewerten und analysieren. Dabei werden Wünsche, Ideen von Fahrern und Team, sowie Beobachtungen der Konkurrenz neben den objektiven Messdaten herangezogen. Anschließend werden neue Funktionen entwickelt, modular getestet und in die Gesamtsoftware integriert. Bevor die neuentwickelte Software dem Rennteam übergeben werden kann, werden alle Änderungen am Systemverhalten und der dafür notwendigen Parametrierung kommuniziert und abgestimmt. Häufig erfolgt die Feuertaufe der Software direkt am Rennwochenende. Da muss der erste Schuss sitzen! Genau hier setzen wir an.

Schnelle Rundenzeiten und Verbrauchsoptimierung sind im Motorsport entscheidend.

Entwickeln Sie mit uns intelligente Software und elektronische Komponenten, die unsere Fahrer aufs Treppchen bringen.

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